Hilfe bei Blasenschwäche

 

Blasenschwäche – auch Inkontinenz genannt – ist sowohl bei Männern, als auch Frauen, keine Seltenheit. Trotzdem ist bei vielen die Scham zu groß, um ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dabei ist es möglich, Betroffenen gezielt zu helfen, wenn die Art der Blasenschwäche identifiziert und deren Ursache gefunden wird. Man unterscheidet mehrere Formen, wobei die häufigsten die Belastungs- und die Dranginkontinenz sind.

Von Belastungsinkontinenz spricht man, wenn bei körperlicher Anstrengung, beim Husten, Niesen oder Lachen kleine Mengen Urin abgehen. Rund 70% der von Belastungsinkontinenz Betroffenen, sind Frauen, da Schwangerschaften und Geburten die Beckenbodenmuskulatur schädigen können. Auch chronische Verstopfung, bei der immer wieder stark gepresst werden muss, anlagebedingte Bindegewebsschwäche, starkes Übergewicht, ständiges schweres Heben, Unterleibsoperationen und Hormonmangel in den Wechseljahren können eine Blasenschwäche auslösen. Bei Männern ist vielfach eine Vergrößerung der Prostata schuld.

Bei der Dranginkontinenz, meldet die Blase plötzlich, ohne vorherige Anzeichen und oft schon bei niedrigem Füllstand, einen starken Harndrang, der bis zur nächsten Toilette nur noch unzureichend zurückgehalten werden kann. Vor allem nachts stört der häufige Harndrang den Schlafrhythmus. Hier ist meist eine gereizte Blasenwand der „Übeltäter“. Als Ursache kommen unter anderem Harnwegsinfektionen, Blasensteine, Hormonmangel, Nervenerkrankungen oder psychische Probleme, wie z.B. unterdrückte Aggressionen, Ärger oder Ängste in Frage.

Je nach Ursache und Schweregrad kann der Arzt/die Ärztin Medikamente einsetzen. Auch ein operativer Eingriff kann nötig sein.

 


 

Eine Möglichkeit, die Blasenschwäche selbst zu beeinflussen, ist gezieltes, regelmäßiges Beckenbodentraining, am besten schon in jungen Jahren, besonders aber in und nach einer Schwangerschaft. Dafür steht Ihnen im Haus der St. Petrus Apotheke Birkfeld ein Beckenbodenstuhl zur Verfügung. Das Gerät trainiert mit Hilfe von elektromagnetischen Impulsen die Beckenbodenmuskulatur im Sitzen. In einer halben Stunde werden ca. 12 000 (!!) Muskelkontraktionen durch das Gerät ausgelöst. Für ein Probetraining vereinbaren Sie bitte mit unseren Apothekenmitarbeiterinnen einen Termin.

Bei Übergewicht ist es ratsam, Gewicht zu verlieren, um den Beckenboden zu entlasten. Wichtig ist auch die ausreichende Trinkmenge, da stark konzentrierter Harn den Reiz auf die Blasenwand verstärkt und Harnwegsinfekte begünstigt. Spezielle Slipeinlagen oder Inkontinenzhöschen neutralisieren unangenehme Gerüche und verhindern Hautschäden.

Mit hochdosiertem Kürbiskernextrakt wurde in mehreren Studien bewiesen, dass die unfreiwilligen Harnverluste nach 6-wöchiger Einnahme von 7,3 auf 1,5 pro Tag zurückgingen und die Häufigkeit der nächtlichen Störungen durch die Blase um 40% gesenkt werden konnte.

 

Für Fragen steht Ihnen das Team der St. Petrus Apotheke gerne zur Verfügung!

 

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