Hilfe bei Blähungen
Blähungen entstehen, wenn sich zu viel Luft im Darm befindet. Die Ursachen sind vielfältig. So können sie beispielsweise durch zu hastiges Essen, das Kauen von Kaugummi oder den Konsum kohlensäurehaltiger Getränke entstehen. Auch eine verstärkte Bildung von Darmgasen in den Verdauungsorganen kann zu Blähungen führen.
Ein gesunder Darm beinhaltet in etwa 2 kg Bakterien, die eine wichtige Funktion im Verdauungsprozess haben. Der überwiegende Teil der Darmluft wird von ihnen gebildet, wenn sie beispielsweise Ballaststoffe verarbeiten. Dass besonders ballaststoffreiche Speisen wie Kohl, Kraut und Hülsenfrüchte Blähungen verursachen, ist daher völlig normal. Auch bei der Verdauung von üppigem, fettem oder süßem Essen, Alkohol oder Zuckeraustauschstoffen werden Darmgase gebildet. Darüber hinaus können viele Krankheiten wie z.B. chronische Verstopfung, das Reizdarmsyndrom, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Entzündungen oder Infektionskrankheiten von Verdauungsorganen oder die Einnahme von Medikamenten, wie z.B. Antibiotika Blähungen verursachen. Wichtig ist daher, längerfristig anhaltende Verdauungsstörungen vom Arzt abklären zu lassen.
Sofern keine Grunderkrankung dahintersteckt, können Blähungen durch Eigeninitiative zumindest deutlich gelindert werden.
Regelmäßige Bewegung: bringt die Verdauung in Schwung und löst Verkrampfungen im Bauch.
Ernährung: Durch Beobachtung, Dokumentation oder Austestung kann man Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf die Spur kommen und in Folge die Auslöser vermeiden. Enthalten die Verdauungssäfte zu wenig nahrungsaufspaltende Enzyme, können diese zugeführt werden. Erhältlich sind Enzympräparate, die beim Abbau von Eiweiß oder Kohlenhydraten mithelfen und spezielle Präparate, die für den Abbau von Fructose (Fruchtzucker), Lactose (Milchzucker) oder Histamin sorgen.
Entschäumer: Damit große Luftblasen im Verdauungstrakt zerfallen, gibt es sogenannte „Entschäumer“ als Kautabletten oder Tropfen, die zum Essen dazu eingenommen werden.
Pflanzenheilkunde: Heilpflanzen und Gewürze wie Anis, Fenchel, Kümmel, Kamille und Pfefferminze wirken krampflösend und beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt. Sie können als Tee oder Tropfen eingenommen, aber auch in Form von Körperölen zur Bauchmassage verwendet werden.
Darmsanierung: Die Verdauung kann nur dann funktionieren, wenn in der Darmschleimhaut ausreichend Bakterien sitzen, die den Nahrungsbrei verarbeiten. Diese sorgen für eine optimale Entgiftung, Enzymproduktion und Nährstoffaufnahme, wenn sie das richtige Milieu vorfinden und ausreichend mit Ballaststoffen gefüttert werden. Die kleinen Helfer in unserem Darm nehmen naturgemäß im Alter ab und werden außerdem durch Infektionskrankheiten, Hormone, Antibiotika und andere Medikamente, sowie Konservierungsmittel im Essen dezimiert. Wenn weniger Bakterien die Nahrung verarbeiten, sammeln sich faulende Nahrungsreste an, die zu vermehrter Gasbildung führen.
Unserer Erfahrung nach erzielt man die besten Erfolge bei Blähungen, wenn man den Darm zuerst mit einem Kräuterextrakt reinigt und dann mit den richtigen Mikroorganismen neu besiedelt.
Schüßler Salze: Bei akuten, stechenden oder kolikartigen Bauchschmerzen wird die Nr. 7 als „heiße Sieben“ verwendet, bei chronischen Beschwerden die Nrn. 6 und 10 in Kombination, bei Kindern auch die Nr. 2. Die Salze können auch in Form von Salben zur Bauchmassage verwendet werden.
Patienten mit Lactoseunverträglichkeit können Schüßler-Salz-Tabletten in kaltem Wasser auflösen, den Trägerstoff Lactose absitzen lassen und die überstehende Lösung der Salze schluckweise trinken. Alternativ gibt es auch Schüßler-Salz-Tropfen und Schüßler-Salz-Tabletten in lactosefreier Form.
Homöopathie: Da es eine große Zahl an verschiedenen Homöopathika gibt, die bei Blähungen helfen können, empfiehlt sich der Besuch bei einem Homöopathen, der die entsprechenden Globuli individuell auswählt.
Wenn Sie Hilfe bei der Auswahl der für Sie richtigen Methode brauchen, stehen Ihnen die zertifizierten Fachberater für Darmgesundheit der St. Petrus Apotheke Birkfeld gerne zur Verfügung.