Hilfe bei Akne
Weltweit leiden etwa 85 Prozent der Jugendlichen im Alter von 12 bis 25 Jahren an Akne. Fast alle Jugendlichen sind während der Pubertät davon betroffen, wobei 15 – 20 % eine mittelschwere bis schwere Form entwickeln. Auch bis zu 40 % der Erwachsenen sind von unreiner Haut oder Akne betroffen, wobei Frauen ab 25 Jahren häufiger unter Spätakne leiden.
Aknehaut weist eine verhältnismäßig große Zahl an Talgdrüsen und überschießende Hornzellenbildung auf. Die Hautporen füllen sich mit einem Gemisch aus Talg und abgeschilferten Hautzellen und verstopfen so die Talgdrüsenausgänge. Das Talgdrüsensekret kann durch die Hornpfropfen nicht abtransportiert werden, wodurch sich Mitesser (Komedonen) bilden. Wenn Bakterien eine Entzündung hervorrufen, entstehen Pickel, eitergefüllte Bläschen oder Pusteln. Drückt man diese aus, können die Talgdrüsen platzen und die Bakterien dabei tiefer in die Haut gelangen, wodurch im schlimmsten Fall Abszesse und in Folge Narben entstehen.
Ursachen der Akne: Die Hormonumstellung in der Pubertät kann zu einer Erhöhung der Talgproduktion führen, weshalb Akne in diesem Lebensalter am häufigsten auftritt. Aber auch Stress, psychische Probleme, Darmerkrankungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, und falsche Kosmetikanwendung kann zu Hautproblemen führen. Die Traditionelle chinesische Medizin (TCM) spricht von zu viel „innerer Hitze“ als Ursache für Akne.
Äußerliche Anwendung: Neben einer milden Reinigung, die die Haut möglichst wenig zu weiterer Talgbildung anregt, müssen geeignete Pflegeprodukte gefunden werden, die der Haut Feuchtigkeit zuführen, die Talgproduktion hemmen, die Poren verkleinern, die Haut zur Erneuerung anregen und entzündungshemmend wirken. In der Apotheke gibt es von jedem Produkt Gratisproben, mit deren Hilfe man die optimalste Pflege für seine Problemhaut finden kann.
Nährstoffe und Schüßler Salze: Eine positive Wirkung auf die Haut wird den Vitaminen A, E, B6 und den Spurenelementen Zink und Selen zugesprochen. Von den Schüßler Salzen kann die Nr. 3 der Entzündung entgegenwirken, die Nr. 9 wird zur Regulation des Fetthaushaltes verwendet. Die Nummern 11 und 12 werden gegen die Eiterbildung eingesetzt.
Medizinische Strategien gegen Akne: Vom Haus- oder Hautarzt werden bei schwerwiegenden Hautproblemen Antibiotika gegen die eiterbildenden Bakterien, hornhautlösende und entzündungshemmende Salben oder Medikamente zur Einnahme verschrieben. Manche Anti-Baby-Pillen haben ebenso einen positiven Effekt auf die Haut. Bei besonders starker Akne wird der Wirkstoff „Isotretinoin“ verordnet, der die Talgdrüsenproduktion hemmt und die Haut stark austrocknet. Dieses Arzneimittel darf nicht in der Schwangerschaft eingenommen werden, da es das Kind schädigen könnte.
Akne aus der Sicht der TCM: Die „innere Hitze“ entsteht durch ein Ungleichgewicht im Organfunktionskreis. Wenn der Körper diese über die Haut loswerden will, entsteht Akne. Die Ursache des Ungleichgewichtes kann entweder angeboren sein, durch Emotionen (Stress, Kummer, Zorn, etc.) entstehen, oder durch falsche Ernährung (zu süß, zu viel, zu fett) ausgelöst werden. Die „Energie der Mitte“, die die Organe wieder ins Gleichgewicht bringt, wird gepflegt, wenn man sich vorwiegend von warmen Speisen und Getränken ernährt bzw. Alkohol, Zucker, Milch- und Fertigprodukte, scharfe Gewürze, Rohkost und Rauchen weitestgehend vermeidet. Wer Unterstützung benötigt, bekommt vom TCM-Arzt nach eingehender Untersuchung eine Zubereitung aus individuell ausgewählten Kräutern verschrieben, die zu einer verstärkten Ausleitung der „feuchten Hitze“ und in Folge zu einer Abheilung der Akne führt. Die europäische Pflanzenheilkunde verwendet teilweise die gleichen Kräuter zur Entgiftung und Entschlackung, da diese Leber- und Nierentätigkeit anregen.
Für weitere Fragen steht Ihnen das Team der St. Petrus Apotheke jederzeit gerne zur Verfügung.